Autor: rs
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"Der richtige Sport fängt erst da an, wo er längst aufgehört hat, gesund zu sein." Bertolt Brecht
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Betreff:
Leipzig Marathon in der Presse
[18.04.2008 08:12:52]
LVZ vom 18.04.2008 wrote:
Zwei Lokalmatadore im Mittelpunkt
Organisatoren hoffen beim Leipzig Marathon am Sonntag auf ein Duell zwischen Jens Gersonde und Jörg Matthé
Oben auf der Empore im Seaside Parkhotel arbeitet er an seiner Wadenmuskulatur. Jörg Matthé streut immer wieder Dehnungsübungen ein, während er Auskunft gibt über das erwartete Leipziger Laufduell beim Marathon am Sonntag. Jörg Matthé gegen Jens Gersonde, der DHfK-Abteilungsleiter gegen den Quereinsteiger von der LG exa, benannt nach seiner eigenen Firma. Beide schieben sich kurz vor dem Startschuss schmunzelnd die Favoritenrolle zu. "Ich tippe auf Jörg", sagt Jens. "Na dann tippe ich auf Jens", sagt Jörg.
Die kleine Neckerei zeigt: Bei der 32. Auflage des Laufs mitten durch die Stadt stehen Lokalmatadore im Fokus, könnte sogar ein Leipziger seinen Heimauftritt gewinnen. "Zwischen Kilometer 20 und 25 entscheidet sich bei mir immer, ob es ein guter Lauf wird, wie hoch das Tempo ist, ob ich die Schmerzgrenze überwinden kann. Das wird man meinem Gesicht dann ansehen können, ob es was wird oder nicht", verrät Jörg Matthé und dehnt den Rücken. Seinen 61. Marathon geht der 39-Jährige an, den ersten in Leipzig lief er bereits 1988. Letztes Jahr kam der Chef des Leipziger Laufladens über die halbe Distanz vor seiner Haustür als Zweiter ins Ziel. Jetzt lockt das Podest über die volle Strecke.
Jens Gersonde hält er für ein "Ausdauertalent", das noch "unverbraucht" ist, denn der 37-jährige frühere Fußballer läuft erst seit wenigen Jahren, nachdem die Waage daheim zu viel angezeigt hatte. Gersonde glaubt eher an den Sieg des Routiniers.
"Ich hoffe, dass sie den Lauf unter sich ausmachen", kommentiert Heinrich Hagenloch. Der 80-Jährige, der 1977 den Marathon in der Messestadt begründet hatte ("Damals haben wir die Bockwürste noch selbst warm gemacht"), hilft trotz Hüft- und Knieproblemen in der heißen Phase der Vorbereitung an allen Ecken mit.
Gestern wurden beim Stadtsportbund mehr als 4500 Unterlagen für die Läufer zusammengestellt und verpackt, heute werden sie ins Meldebüro auf dem Campus an der Jahnallee geliefert. Morgen kommen die großen Trucks mit Getränken, Obst und Snacks für die Sportler. Allein 4200 Liter Mineralwasser, 1100 Kilo Bananen ... und für diejenigen, die zuschauen oder sich nach dem Lauf belohnen wollen auch 2000 Liter Bier.
Gut 750 Marathonis haben sich bis gestern in die Starterlisten eingetragen. "Bei schönem Wetter erwarten wir mit den Nachmeldungen 800 Läufer auf der Hauptstrecke", sagt Organisator Michael Mamzed vom Stadtsportbund, bei dem langsam die Aufregung der Vorbereitungsphase nachlässt. Damit erreichen die Macher zwar längst nicht die Teilnehmerzahlen früherer Zeiten, doch ein Anstieg zu den Auflagen der vergangenen Jahre ist erkennbar. Auch wenn der Stadtkurs weiterhin zum Beispiel nicht mit dem Oberelbe Marathon kommende Woche mithalten kann. Auf die landschaftlich reizvolle Strecke von Königstein entlang der Elbe ins Dresdner Stadtzentrum wollen mehr als 1200 Marathonis gehen. Auch dort verzichten die Organisatoren wie in Leipzig auf den Einkauf teurer Spitzenläufer, einige aber kommen auch ohne Prämie wieder.
In Leipzig werden nach jetzigem Stand insgesamt 4250 Teilnehmer aus 56 Ländern bei Marathon, Halbmarathon, 10- und 4-km-Lauf sowie auf Inlineskates und im Rollstuhl unterwegs sein - die meisten erneut auf der Halbmarathondistanz. ?Wir rechnen damit, dass sich die Zahl durch die Nachmeldungen am Wochenende noch auf 4500 oder bei richtig tollem Wetter sogar bis auf 4800 erhöht?, so Mamzed.
Skadi Hofmann
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