JA wrote:
Eine Frage zum Tempo der langen Läufe:
Sind 5:30 min/ km bis 5:45 min/ km nicht ein bisschen zu langsam (für Leute, die den Marathon in ca. 3: 20 - 3:30 h laufen wollen)? Einige Trainingspläne, an die ich mich auch nicht halte, empfehlen dieses Tempo. Da geht doch die Laufökonomie flöten und da würde ich mich beim Laufen auch nicht sonderlich wohl fühlen.
Ich mach meine meistens so um 5:00 min/ km, im Wohlfühltempo eben.
Gute Frage, aber ich glaube, das läßt sich nicht grundsätzlich festlegen. Ich laufe aktuell die langen Läufe in 5:25-5:35min/km, das sind 30sec schneller als es mein Plan sagt (und der ist nicht auf 4h ausgelegt...). Dabei fühle ich mich wohl, meine Laufökonomie (wenn ich denn überhaupt welche habe) leidet nicht darunter und ich kann hinterher nicht nur sagen geschafft, sondern ein hoffentlicher positiver Trainingseffekt tritt ein. Wenn du in 5:00min/km lange Läufe machst und dich dabei wohl fühlst solltest du deine Marathonzielzeit ändern und im WK schneller laufen (können).
Der lange lauf heißt ja eigentlich auch LaLaLa, also langsamer, langer Lauf... zudem geht es ja auch darum, lange (also von der Dauer her) unterwegs zu sein.
Wie gesagt, die Ansätze sind da verschieden (OldSchool Greif&Steffny vs. Karraß).
Zudem werfe ich mal noch die NoGo- oder BlackHole-zone ein: ein Tempo, das man immer laufen kann (und auch läuft), aber effektiv irgendwann nix mehr bringt.
(Zitat:
"„It’s simple. If you want to be your best, go HARD and go EASY and don’t go in the middle.“ Dieser Spruch kommt von einem amerikanischen Trainingswissenschaftler, der das Training erfolgreicher Sportler untersucht hat.
Er stellte nämlich fest, dass viele Sportler irrtümlich häufig im mittleren Belastungsbereich trainierten. Ein Bereich, der als gerade noch komfortabel anstrengend empfunden wird. Das Gefühl also, einigermaßen angestrengt zu trainieren ohne aber dabei wirklich in einem Bereich vorzustoßen, der Anpassungsvorgänge im Organismus auszulösen vermag.
Er bezeichnete diesen Trainingsbereich als das „Black Hole“ des Trainings – zu glauben, man tut etwas, ohne es wirklich richtig zu machen. Und wenn man es sich genau überlegt, hat er recht, dass man sich doch relativ häufig in diesen Bereichen bewegt. Mit Wellness gewinnt man keine Rennen!")
Aber andere wissen es vielleicht besser.