Betreff:
Aw:doping im laufsport
[12.04.2009 00:45:46]
Mir fällt was ein zu Doping in Leistungs- und Breitensport: Da hab ich mal einen Bericht gelesen und leider die nackten Zahlen vergessen, aber sinngemäß stand folgendes drin:
Wenn man die von Italien importierte Menge an EPO-Präparaten mit der Menge an medizinisch benötigten Präparaten vergleicht, so liegt der gesamte Import um ein vielfaches über der von medizinischen Einrichtungen benötigten und verbrauchten Menge. Unterstellt man jetzt ALLEN italienischen Leistungssportlern, die in Ausdauersportarten unterwegs sind, regelmäßig EPO-Präparate zu nehmen, so ist diese Menge auch nur ein kleiner (!) Teil der "überschüssig" importierten Menge.
Und nochwas zum Runners-High:
Der u.a. beim Sport aktivierte Sympatikus kann beim Ausdauerlaufen kein transmitterinduziertes Runners-High erzeugen. Dazu ist die Intensität zu gering, bzw. es findet kein ausreichender Wechsel zwischen hohen und moderaten Intensitäten statt. Und die ausgeschütte Menge an "Wohlfühl/Glücks"-Botenstoffen wie Endorphin wird zu schnell wieder abgebaut, als das ein nachhaltiges Hochgefühl entstehen kann.
Eher Ursache dafür ist die selektive Minderdurchblutung des Gehirns, die bei Ausdauerbelastungen auftritt und Teile der Hirnrinde (Großhirn) betrifft. Dadurch gewinnt die emotionale Färbung von Bewegungen (Limbisches System = funktionale Einheit von einigen Großhirn-, Zwischenhirn- und Mittelhirnstrukturen) im Erleben der Bewegung an Bedeutung, während im Großhirn verortete Kognitionen (rationale Gedanken, Zeitempfinden, Bewusstheit von Schmerzen u.a.) ausgeschaltet werden.
Noch fröhliche Feiertage Euch allen!
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